Foodcast – Folge 04 Pesto

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Foodcast – Folge 04 Pesto

Shownotes – Pesto

Frisch und unglaublich lecker – so kennen wir Pesto. In der vierten Foodcastfolge dreht sich alles um das grüne Gold aus Italien. Wir überlegen was man mit Pesto alles machen kann, wie man das leckerste Pesto zaubern kann und es eigentlich mit Alibi-Zutaten im Supermarktpesto auf sich hat.

 

Über diese Folge

Episodendauer: 24 Minuten

Hier kannst du Dir die Pestofolge anhören:

Happy Food

Frische Kräuter, Olivenöl, Pinienkerne und Parmesan, diese tollen Aromen verbinden sich im Pesto Genovese. Das muss einfach schmecken! Zusammen mit frischer Pasta ist Pesto einfach ein happy food, ein echtes Seelenfutter. Man kann es sehr gut und schnell Zuhause selbst zubereiten. In der Zeit in der die Nudeln kochen, ist das Pesto schon fertig gemixt.

Das Wort Pesto kommt vom italienischen Wort pestare, das übersetzt zerstoßen oder verprügeln bedeutet. 🙂 Das Pesto wie wir es heute kennen und lieben kommt aus der italienischen Region Ligurien.

Bald, am 17. März findet die Pesto Weltmeisterschaft in Genua in Italien statt. Alle zwei Jahre wird dort um den Platz des Weltmeisters Pesto Genovese im Mörser gekämpft. Auf der Homepage zu dieser Veranstaltung fand ich folgendes Zitat:

Per fare un buon pesto bisogna nascerci, come si nasce poeti!

Rosso, bekannter Wirt, Monterosa Restaurants in Genua

Übersetzt bedeutet es so viel, dass man zum guten-Pesto-Macher geboren sein muss, wie man auch als Poet geboren wird. Gutes Pesto kochen zu können ist also eine besondere Gabe. 🙂 Die Italiener sind sehr stolz auf dieses Gericht, aber wir bekommen ein gutes Pesto auch hin.

Ich finde es total spannend, dass bei den gleichen Grundzutaten das Pesto von unterschiedlichen Pestoköchen immer unterschiedlich schmeckt.

 

Vielseitigkeit

Es gibt so viele verschiedene Arten von Pesto. Man kann so viel damit machen. Es ist wunderbar vielseitig, man kann es an die Jahreszeit anpassen oder das nutzen, was man in der Küche hat. Sei doch mal kreativ und probiere verschiedene Varianten aus!

  • Klassisches Pesto Genovese Rezept
  • Wer mal etwas Besonderes ausprobieren mag, für den könnte Asiatisches Pesto mit frischen Koriander, Ingwer, Chilli, Sesamöl und Cashewkernen interessant sein. Zum Rezept 
  • Das schon in der Avocadofolge erwähnte Avocadopesto
  • Kalepesto – Grünkohl ist ja als Superfood bekannt und wird auch roh verzehrt. Ich bin da etwas skeptisch und würde Grünkohl immer kochen

 

Kräuter

Anstatt Basilikum kannst du auch Petersilie, Bärlauch oder Rucola verwenden. Vorsicht bei Rucola! Verwende nicht zu viel, sonst könnte dein Pesto zu scharf oder auch bitter werden.

Um im Winter auf saisonale Zutaten zurückzugreifen, kannst du für dein Pesto auch Feldsalat verwenden hier zum Rezept für Feldsalat Pesto. Getrocknete Tomaten sind auch immer verfügbar für Pesto Rosso ->Rezept für die kalte Jahreszeit.

Für ein tolles Dessert ist auch ein süßes Pesto spannend . Lecker ist ein süßes Pesto mit Zitronenmelisse und Haselnüssen -> Rezept oder ein Minze-Pesto ->Rezept.

 

Nüsse und Samen

Im Pesto kann man mit verschiedenen Nüssen und Samen experimentieren. Pistatzien, Mandeln, Walnüsse oder auch Sonnenblumenkerne sind denkbar.

 

Wozu passt Pesto?

Es gibt so viele Möglickeiten….

Pesto passt zu Pasta, Nudelsalaten, Pizza, Sandwichen, zu gegrilltem Fleisch, als Antipasti, zu frischem Brot oder zu Risotto.

 

Gutes Pesto

Was ist gutes Pesto? Man denkt ja dabei eher an frishes, selbstgemachtes Pesto, aber es gibt auch fertige Produkte aus dem Supermarktregal. Die fertigen Gläschen stehen oftmals in der Kritik und fallen bei Untersuchungen und Verbrauchertests regelmäßig negativ aus. Ein Artikel dazu vom NDR oder ein Beitrag der Stiftung Warentest.

 

Alibi-Zutaten

Bei fertigen Pestos wird oft an den Zutaten gespart. Das Pesto wird mit so genannten Alibi-Zutaten wie zum Beispiel Kartoffelflocken gestreckt. Weitere Tricks sind ein geringerer Käseanteil, weniger Basilikum oder günstigeres Öl.

Das Gute ist, dass man Pesto schnell selbst mixen kann und sich daher recht einfach unabhängig vom Pesto aus dem Supermarkt machen kann. Guter Geschmack und der wunderbare Duft vom Basilikum in der Küche entschädigen den Mehraufwand.

 

Eigener Basilikumanbau

Basilikum ist eigentlich durchgängig verfügbar, die Hauptsaison ist in der wärmeren Jahreszeit zwischen Mai und August. Eigenen Basilikum kann man im April auf der Fensterbank ziehen. Zieht euch doch mal euren eigenen Basilikum heran. Das hab ich im letzten Jahr gemacht und mich total über die kleine Ernte gefreut. Hier gibt es eine alle Infos und eine Anleitung dazu https://www.beetfreunde.de/basilikum-pflanzenportrait.

 

Mörser oder Mixer?

Zum Pesto gibt es viele Theorien und Ansichten. Dazu gehört auch die Frage ob man zur Pestoherstellung lieber einen Mörser oder einen Mixer verwenden sollte.  Sicherlich ist es eine Geschmacksfrage und welches Equipment man zur Verfügung hat. Ich habe mein Pesto mangels Mörser immer mit dem Pürierstab hergestellt und fand es lecker.

Durch den Mörser soll es cremiger werden, da sie Zutaten schonender und etwas langsamer fein gemörsert werden. Die ätherischen Öle des Basilikums werden sanft aktiviert. Zudem hat man ein kleines Oberarmtraining 🙂

 

Reihenfolge beim Mörsern oder Mixen

Auch bei der richtigen Reihenfolge des Mixens streiten sich die Geister. So starten einige zunächst mit Knoblauch und andere geben diesen erst zum Schluss dazu, da er sonst bitter schmecken könnte. In jedem Fall werden Pinienkerne, Basilikum, Meersalz miteinander gemixt. Mit der Zugabe von Öl wird das Pesto seidig. Parmesan oder ein anderer Hartkäse kommen als Nächstes dazu und verleihen dem Pesto die angestrebte Konsistenz. Mit der Zeit wird jeder sein eigenes Rezept finden.

 

Aufbewahrung

Schnell verarbeiten, denn Oxidation sorgt für braune Farbe. Die chemische Reaktion wenn geschnittener Basilikum auf Sauerstoff trifft. Als Lösungsvorschlag habe ich davon gelesen, den Basilikum zu blanchieren und anschließend im Eiswasser abkühlen zu lassen und dann erst zu verarbeiten, hier ein Link zur entsprechenden Anleitung dafür. Ich finde das ist ziemlich aufwendig und ich würde mir Sorgen machen, dass viele Aromen im Kochwasser bleiben. Beeile dich einfach ein wenig und träufle auf dasPesto eine dünne Schicht Öl. Das Öl schließt das Pesto luftdicht ab und verhindert die Verfärbung recht gut.

 

Haltbarkeit

Je nach den verwendeten Zutaten ist die Haltbarkeit unterschiedlich. Im Glas lässt es sich im Kühlschrank gut und lange aufheben. Es ist auch möglich das Pesto beispielsweise in Eiswürfelbehältern einzufrieren. Frisches Pesto ist so köstlich, dass du es sicher nicht lange aufheben musst.

 


10 Tipps für wunderbares Pesto

Bei der Pestoherstellung geht darum die tollen Aromen herauszukitzeln:

  1. Allgemein auf gute Zutaten achten. Pesto ist ein ehrliches Gericht, man schmeckt schlechte Zutaten gut heraus. Ein Olivenöl was mir so nicht mehr schmeckt, wird auch im Pesto nicht gut schmecken. Frisch geriebener Käse und tolles Meersalz sind ebenfalls hilfreich
  2. Pinienkerne vorab fettfrei rösten, das intensiviert den Geschmack
  3. Achtung! Beim Rösten der Pinienkerne dabei bleiben und gut aufpassen, sonst verbrennen die Pinienkerne schnell
  4. Das Olivenöl sollte nicht zu herb oder zu bitter sein. Am besten verwendest du ein schönes extra vergine Olivenöl
  5. Für den optimalen Geschmack das Öl und die Pinienkerne vor dem Mixen kühlen
  6. Beim Pürieren mit dem Mixstab zwischendurch kleine Pausen einlegen, damit die Zutaten sich nicht zu stark erhitzen und dadurch an Geschmack verlieren oder bitter werden
  7. Für den Mörser empfiehlt sich grobes Meersalz, da dieses die Zutaten zusätzlich zerreibt
  8. Die Pinienkerne kann man vor dem Mörsern schon grob hacken, das macht es etwas leichter
  9. Immer schnell arbeiten um eine bräunliche Verfärbung aufgrund von Oxidation zu verhindern
  10. Bedecke dein Pesto mit einer Schicht Öl und lagere es im Kühlschrank damit es dir lange Freude bereitet

 

Pesto ist eine tolle Sache und eignet sich auch auch gut als kleines Gastgeschenk. Machst du dein Pesto im Mörser? Was ist deine Erfahrung, lohnt sich der Aufwand?

 

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Der Crispel Foodcast ist ja noch ganz neu und so freue ich mich sehr über euer Feedback. Schreib mir gerne einen Kommentar hier unter die Shownotes oder eine E-Mail an hallo@foodiepodcast.de und Bewerte den Podcast auf iTunes oder Stitcher.

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Süße Grüße

Alle erwähnten Links:

 

By | 2018-07-05T23:54:29+00:00 2. März 2018|Foodie Ideen, Infos, Podcast, Tipps|0 Comments

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