Foodcast – Folge 19 Lasagne

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Foodcast – Folge 19 Lasagne

Shownotes –Lasagne

Lasagne ist ein tolles Gericht das eigentlich jeden glücklich macht. Das ultimative Familienessen und italienisches Soulfood. In dieser Folge sprechen wir über Nudelglück in Schichten und Tipps für die perfekte Lasagne.

 

Über diese Folge

Episodendauer: 31 Minuten

Du kannst dir die  Lasagnefolge hier oder bei  iTunes (Apple)  oder Stitcher (Android) anhören:

 

Ein besonderes Gericht

Lasagne ist für mich ein Essen gegen Heimweh und weckt viele Kindheitserinnerungen. In meiner Familie besitzen wir alle große Auflaufformen, in denen schon viele Lasagnen gebacken wurden. Diese Folge widme ich meiner neuen Freundin Luisa, die sich gerade auf den Weg in diese Welt macht. Ihre Mama mag sehr gerne Lasagne und so bringe ich ihr nach der Entbindung ein Stückchen Lasagne ins Krankenhaus.

 

Lasagne pasticciate

Es gibt in der Schweiz eine Gemeinde die La Sagne heißt. Das ist sicher eine tolle Gegend :). Hat Lasagne ihren Ursprung in England? In englischen Adelshäusern wurde im 14. Jahrhundert das Gericht „loseyns“, ein geschichteter Nudelauflauf mit Käse serviert. Die Lasagne wie wir sie heute kennen und lieben kommt aus Italien. Ragù alla bolognese stammt aus Bologna. Aus Bologna stammt ebenfalls die Lasagne pasticciate, die wir hier als Lasangne alla Forno kennen. Übrigens hab ich die Vorlesefunktion bei Wikipedia oder anderen Seiten entdeckt. Vielleicht hilft mir das künftig bei  Fremdwörtern. I love the Internet!

Das Wort Lasanum kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie Kochtopf.

italienisch lasagne, Plural von: lasagna = Bandnudel, über das Vulgärlateinische zu lateinisch lasanum < griechisch lásanon = Kochgeschirr

Aus dem Duden

Am 29. Juli wird in den USA der National Lasagna Day gefeiert. Es gibt wirklich für alles einen Feiertag. Warum der Lasagnetag gerade im Sommer gefeiert wird, weiß ich nicht. Aber lasst uns doch am 29 Juli alle Lasagne kochen.

In der Chefs Table Doku wurde der Chefkoch Massimo Bottura vorgestellt. Er hat ein Gericht kreiert, „the crunchy part of the lasagna“ also der knusprige Teil der Lasagne. Er versucht in dieser Kreation den ersten Biss in eine knusprige, köstliche Lasagne einzufangen. Das finde ich total spannend und würde das irgendwann einmal gerne kosten. Es gibt ein Video indem beim Kochen dieser Speise die Kochgeräusche aufgenommen werden. Am Ende flüstert er ins Mikro „how does it make you feel?“. Das Video des New York Times Style Magazins  ist schräg und cool zugleich

 

How to: gute Lasagne

Lasagne ist mir die liebste Nudelplatten-Architektur. Cannelloni ist beispielsweise auch ein leckerer italienischer Nudelauflauf, aber ich koche sie nicht so gern wie Lasagne. Gute Lasagne braucht ein wenig Zeit. Man kann die Saucen auch fertig kaufen, aber das muss wirklich nicht sein. In vielen Schichten arbeitet man sich zum Nudelglück und dabei gibt es viele Varianten und Möglichkeiten. Jede Familie hat sicherlich ihr eigenes Rezept, so habe ich auch schon mal Eier in der Lasagne gefunden.

Leider schmeckt die Lasagne in Restaurants oft nicht so gut. Ist euch das auch schon mal aufgefallen? Nach einigen Reinfällen hab ich es aufgegeben und bestelle es nicht mehr und bleibe bei Pizza oder anderen Pastasorten. Lasst es mich bitte wissen, falls ihr einen richtig guten Lasagne-Ort kennt.

Die Lasagne besteht aus zwei Saucen, Nudeln und Käse. Gehen wir die einzelnen Bestandteile mal durch:

Tomatensauce

Ob mit oder ohne Fleisch, die Tomatensauce ist grundsätzlich ein wichtiger Bestandteil der Lasagne. Sauce Bolognese darf in meinem Kochtopf gerne in Ruhe etwa ein gutes Stündchen köcheln. Zunächst werden Zwiebeln und Knoblauch in etwas Fett angeschwitzt. Danach kommt das Hackfleisch hinzu. Als gute Grundlage kommen noch in kleine Stückchen geschnittene oder geraspelte Karotten und Knollensellerie in die Sauce. Ich lösche dieses Gemisch gerne mit einem trockenen Rotwein ab und gebe stückige Dosentomaten, Salz und Pfeffer und ein Lorbeerblatt hinzu. Das Lorbeerblatt darf mitkochen und wird vor dem Backen der Lasagne wieder rausgefischt. Als weitere Kräuter gebe ich Oregano und Thymian in die Sauce.

 

Béchamelsauce

Es gibt verschiedene Wege zur Béchamelsauce. Man kann Butter und Milch erhitzen und das Mehl einfach hineinrühren. Für mich ist die beste Grundlage die Mehlschwitze. Dazu schmelze ich die Butter  in einem kleinem Topf und gebe das Mehl hinein. Zum Rühren des Mehles nehme ich einen Holzlöffel. Das Mehl röste ich dann leicht in der Butter an und gebe etwas Weißwein hinein. Wichtig dabei ist, alles gut und schnell mit einem Schneebesen zu verrühren.

Im zweiten Schritt gebe ich dann Sahne und Milch dazu und lasse die Sauce für 10 Minuten köcheln, damit es nicht mehlig schmeckt. Mann kann auch etwas Ricotta in der Sauce verwenden. Ich bleibe meistens aber klassisch bei Milch und Sahne und schwöre auf trockenen Weißwein. Nachdem die Sauce fertig gekocht ist, gebe ich Muskat und einen Spritzter Zitronensaft sowie frische Kräuter wie zum Beispiel etwas Basilikum hinzu. Ein wenig Basilikum kommt in der hellen Sauce schön zur Geltung.

 

Nudeln

Man kann frische oder getrocknete Nudeln verwenden. Ich muss sagen, dass ich getrocknete Nudeln kaufe. Lecker sind auch grüne Nudeln in der Lasagne. Lohnt es sich die Lasagneplatten selbst zu machen? Was meinst du?

In den USA gibt es eine 100 Layer Lasagna – 100 Schichten Lasagne.

 

Käse

Hier kann man einfach den Lieblingskäse verwenden. Für die Béchamelsauce finde ich etwas Parmesan lecker, zum Überbacken nehme ich geriebenen Gouda und Mozzarella.

 

Nudelplatten- Architektur

In einer ausreichend großen Auflaufform kommen dann alle Komponenten zusammen. Die erste Schicht besteht aus Sauce. damit die Nudeln nicht am Boden ankleben, ich nehme Tomatatensauce dafür. Dann folgt eine Schicht Nudelplatten, dann wieder Tomatensauce, dann eine Schicht Béchamelsauce und wieder so weiter… Man kann auch zwischen die einzelnen Schichten Käse geben. Das ist mir aber zu viel Käse. Nachdem die Lasagne geschichtet ist, kommt eine Schicht Käse obendrüber und die Lasagne wird goldbraun gebacken.

Die ganze Form wird vielleicht nicht immer sofort gegessen. Auch am zweiten Tag schmeckt Lasagne sehr fein, man kann Reste aber auch prima einfrieren. Lasagne ist ein tolles Gericht für Gäste. Man kann alles gut vorbereiten und den ungebackenen oder auch gebackenen Auflauf dann nur noch in den Ofen schieben. Bedenke, dass Lasagne aus dem Kühlschrank etwas länger braucht, bis sie komplett in allen Schichten warm ist.

Varianten

Da es bei der Lasagne grundsätzlich um viele Schichten mit Soße geht, kann man unglaublich viele Varianten ausprobieren:

  • Finger Food Lasagne Cupcakes mit Wantan Teig. Ein toller kleiner Happen für Parties
  • Lasagne Suppe
  • Anstatt Nudelplatten kannst du auch mit Kartoffeln arbeiten und wenn du dann die Béchamelsauce noch ohne Mehl kochst, hast du eine glutenfreie Lasagne
  • Low Carb Lasagne mit Zuccini- oder Auberginenscheiben anstatt Nudelplatten
  • Vegetarische Lasagne schmeckt auch wunderbar. Ich bin kein Fan von Soja Granulat, ich nehme einfach viel Gemüse oder Spinat

  • Vegan ist mit veganen Soßen und Hefeschmelz als Käseersatz ebenfalls möglich
  • Von roher Lasagne hab ich gelesen, ich hab keine Erfahrung damit. Hier ein Rezept, dabei wird die Lasagne über mehrere Stunden getrocknet. Ist dann also nicht ganz kalt 🙂
  • Spannend klingen süße Lasagnen zum Dessert zum Beispiel mit Crêpes. Tiramisu ist ja quasi auch eine Art von Schichtendessert. In den USA gibt es Nutella lasagna

Lasagne ist übrigens auch das Leibgericht des Comickaters Garfield. Er kam in einem italienischen Restaurant zur Welt und spielte sofort mit Fettuchine und Raviolli und aß die ganze Lasagne auf. Den Comic dazu gibt es hier.

Tipps für die perfekte Lasagne

  • Ein ganzer Kopf Knollenselerie ist zu viel für eine Lasagne. Verwende ein Bund Suppengrün. Das ist eine kleinere Menge und mit dem Rest kannst du einfach eine Suppe kochen
  • Die Mehlschwitze immer sehr gut rühren
  • Alufolie hilft dabei, dass der Käse nicht zu dunkel wird oder verbrennt. Gebe Alufolie vor dem Backen über die Auflaufform. Die Folie dann einfach für die letzten 10 Minuten entfernen. Eine weiter Variante ist es, keinen Käse daraufzugeben und ihn erst im späteren Garverlauf hinzufügen

Die Frage der Woche:

Feierst du auch den Lasagnetag am 29. Juli?

Süße Grüße

 

 

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By | 2018-07-06T00:05:05+00:00 29. Juni 2018|Foodie Ideen, Infos, Podcast, Tipps|0 Comments

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