Foodie Podcast – Folge 21 Donuts

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Foodie Podcast – Folge 21 Donuts

Shownotes – Donuts 🍩

Donuts sind wunderbar fluffig und durch die vielen Glasuren besonders lecker und vielseitig. In dieser Folge des Foodie Podcast dreht sich alles um die süßen Kringel aus Hefeteig. In meinem Donuts – Experiment habe ich verschiedene Teige und Arten der Zubereitung ausprobiert und berichte über die Ergebnisse.

Über diese Folge

Episodendauer: 29 Minuten

Du kannst dir die  Donutsfolge hier oder bei  iTunes (Apple)  oder Stitcher (Android) anhören:

Überall Donuts

In vielen Filmen wird die Box voller Donuts im Büro oder auf der Polizeiwache gezeigt. Ich habe zum Thema Polizei und Donuts gelesen, dass früher Donut-Shops die einzigen Geschäfte waren, in denen Polizisten sich spät nachts oder ganz früh morgens mit Nervennahrung versorgen konnten. Mir gefällt der Gedanke, dass sich Polizisten mit frischen Donuts durch die Nachtschicht retten.

Donuts sind einfacher zu essen und alltäglicher als ein Cupcake oder ein dekadentes Tortenstück. In Amerika werden Donuts auch zum Frühstück gegessen, hierzulande habe ich mal Donuts auf einem Brunchbuffet entdeckt und mich gefreut. Es handelte sich dabei zwar um aufgetaute Industrieware (da bin ich mir sehr sicher) aber der Gedanke zählt. Zum Frühstück erscheint ein Donut vielleicht reichhaltig. Aber wenn man mal ehrlich ist, dann frühstücken wir ja auch Schokocroissants und ähnlich kalorienreiche Sünden. Man sollte Donuts halt nicht täglich essen.

Wenn ich so über meine Erfahrungen mit Donuts nachdenke, dann fällt mir ein, dass es früher bei dem Schnellrestaurant zur goldenen Möwe (keine Markennennung) ganz einfache Zuckerdonuts gab, die ich in guter Erinnerung habe. Mein Lieblingsdonut eines Donutherstellers ist ein köstlicher Donut mit getoasteten Kokoschips. Leider wurde diese Sorte wieder aus dem Sortiment genommen und  ich bin nicht die einzige, die diesen Donut vermisst. Online habe ich eine „Bring Back the Toasted Coconut Donut“-Gruppe gefunden. Diese fordert, dass dieser Donut wieder ins Programm genommen wird. Das kann ich nur unterstützen.

Die Amerikaner haben ja oft witzige Ideen was ihr Essen angeht. Es gibt eine Donut-Kette, wo in jedem Donut-Laden eine Anzeige aufleuchtet wenn frische Donuts fertig sind. Wie cool ist das denn? Diese Kette bietet sogar eine App an.  Einer der Funktionen ist es, dass man als Kunde benachrichtigt wird, wenn in einer Filiale in der Nähe frische Donuts fertig sind.  Die Amerikaner sind da recht erfinderisch, in Amerika wurde ja auch der Cupcake Automat erfunden. Dort kann man rund um die Uhr, wie an einem Geldautomaten, Cupcakes kaufen.

Von diesen Servicekonzepten kann man sich einiges abschauen. Donuts gibt es hierzulande ja nicht so oft beim Bäcker. Ich kaufe daher gerne die dem Donut verwandten Berliner. Hefegebäck schmeckt frisch am besten und so war ich leider schon öfter enttäuscht, wenn ich einen alt schmeckenden Berliner gekauft habe. Aber es gibt schon erste Ansätze in Richtung Innovation. So habe ich kürzlich einen Bäcker gesehen, wo auf dem Ofen ein „Frische Brötchen in … Minuten“ Zeitangabe-Schild angebracht ist.

Geschichte

Ich habe zu dem Ursprung der Donuts einiges gelesen, bin aber zu keiner hun­dert­pro­zen­tigen Antwort gekommen. Gibt es eigentliche seriöse Donut-Historiker? 🙂

Der Begriff allein ist schon nicht eindeutig. Es gibt zwei Schreibweisen für das Wort – Doughnut und Donut. Doughnut lässt sich mit dough + nut (Teig + Nuss) herleiten. Donut ist einfach die Kurzform von Doughnut. Donuts ist kurz und gut, ich bleibe dabei.

Zu den vielen Ansätzen über die Herkunft der Donuts zählt die Variante, dass die Holländer Oliebollen,  deutsch: Ölkugeln, nach Amerika gebracht haben. Im Laufe der Zeit wurde dann in die frittierten Hefebällchen  ein Loch in die Mitte gedrückt. Eine Geschichte dazu besagt, dass zunächst Nüsse in die Mitte gedrückt wurden, damit der Teig auch in der Mitte gut durchbackt. Diese Geschichte würde auch gut zum Namen „Teignuss“ passen.

Der amerikanische Schiffskapitän Hanson Gregory soll im Jahre 1847 die ringartige Form erfunden haben. Damit er bei stürmischen Wetter das Steuerrad seines Schiffs mit beiden Händen fassen konnte, spießte er die Donuts darauf auf. Diese Geschichte finde ich super, da ja die besten Ideen oft aus Alltagsproblemen entstehen.

 

Donut worry be happy

In den USA ist der Donut viel verbreiteter wird öfter gegessen, aber auch hierzulande gibt es immer mehr Donuts. Diese Unterscheiden sich jedoch in einigen Punkten zu den amerikanischen Kollegen. Die amerikanischen Donuts sind:

  • Größer
  • Der Teig schmeckt hefiger
  • Mit mehr Glasuren wie beispielsweise Kakaonibs oder Passionsfrucht verfügbar
  • Nicht so porös luftig, sondern aus einem richtig dicken, langfasrigen Hefeteig  gemäß unserem Trendscout Carina
  • Frischer, denn das was hier in der Bäckerei rumliegt ist ja meistens ein bisschen älter

Varianten

Neben den klassischen Donuts gibt es auch Brioche-Donuts aus Broicheteig (mehr Fett und Eier) oder Cinnamon Swirls = frittierte Zimtschnecken. Zimtschnecken zu frittieren klingt wundervoll und kommt auf meine persönliche Backwunschliste. Ebenfalls lecker klingen Apple Fritters. Das sind mit Äpfeln gefüllte Donuts. Weitere Verwandte sind der berühmte Cronut = in Donutform frittierter Croissantteig oder Bagel. Bagel erinnern von der Form her sehr an Donuts. Die Herstellung ist jedoch anders,  da der Bagel erst im Wasserbad gekocht und dann im Ofen gebacken wird.

All you need is love and donuts

 

Gesunde Donuts?

Ich hatte die Foodie Podcast Hörer um Fragen zum Thema gebeten und diese Frage erhalten

Gibt es auch gesunde Donuts?

Spannende Frage! Es kommt halt immer darauf an,  was man als gesund versteht. Wenn man einen etwas gesünderen Donut herstellen möchte, dann sollte man den ungesunden Zutaten zu sparen. Der Donut besteht aber hauptsächlich aus Mehl und Zucker und das dann auch noch frittiert. Das macht es schwierig.

Um hier ein wirklich gesundes Ergebnis zu erzielen, müsste man schon tricksen. Mit Zuccini- oder Süßkartoffelpüree könnte man beispielsweise den Mehlanteil reduzieren. Den Zucker im Donut kann man reduzieren oder austauschen. Eine weitere Idee ist es den Teig zu backen und nicht zu frittieren. Hier müsste man einfach mal verschiedene Dinge austesten. Im Donut-Experiment habe ich Donuts mit Süßkartoffeln gebacken und nicht frittiert. Grundsätzlich ist ein Donut jedoch etwas besonderes für mich. Ich genieße solche Speisen selten und mit Genuss und habe dann auch Problem damit.

 

Donut-Experiment

In der heimischen Backstube habe ich im Donut-Experiment verschiedene Methoden getestet um herauszufinden wie man Zuhause gute Donuts backen kann.

Teig

Starten wir mit dem grundlegenden Bestandteil, dem Hefeteig. Hefeteig kann man auf verschiedene Weisen herstellen. Mehr dazu in der Hefeteig-Folge. Für diesen Versuch habe ich den Hefeteig über Nacht ruhen lassen. Ich hatte zuvor gelesen, dass bei dieser Methode der Hefeteig einen besonders intensiven Geschmack und eine gute Textur entwickeln soll. Pizzabäcker lassen ihren Pizzateig auch für viele Stunden gehen und damit ist es einen Versuch wert.

Umsetzung

Für den Teig habe ich einen einfachen Teig mit frischer Hefe, Muskat und Vanille erstellt.  Neben dem normalen Teig habe ich eine weiter Variante mit Mehl und Süßkartoffelpüree erstellt.

Im Experiment habe ich also den Teig über Nacht stehen lassen. Den Teig habe ich anschließend ausgerollt, ausgestochen und noch einmal gehen lassen. Zum Ausstechen habe ich einfach einen Plastikbecher und eine Spritztülle verwendet. Für diesen Zweck sind aber auch Donutausstecher erhältlich.

Learnings ☝️ 

Der Teig lies sich sehr gut verarbeiten. Ich habe gelesen, dass man den Teig nicht zu oft ausrollen sollte und daran habe ich mich auch gehalten. Die ausgestochene Mitte habe ich separat zum Testen der Öltemperatur verwendet.

 

Frittieren / Backen

Ich habe meine Teiglinge im heißen Fett frittiert und im Ofen gebacken. Vorab hatte ich gelesen, dass sich raffiniertes Kokosfett zum Frittieren besonders gut eignet. Dieses Kokosfett ist hitzestabil und geschmacksneutral. Im Donut-Experiment habe ich einfach eine tiefe Wokpfanne anstatt einer Fritteuse benutzt. Zum Frittieren habe ich meine Outdoorküche genutzt. Wenn man draußen frittiert, hat man die Fettspritzer und Gerüche nicht in der Küche. Zum Backen habe ich die Donuts einfach auf Backpapier bei Umluft im Backofen gebacken.

Umsetzung

Erstes Problem bei meinem Versuch: Ich hatte nicht mehr genug Kokosfett im Haus. In meinen Vorräten befand sich sonst nur natives Olivenöl oder Rapsöl. Da sich dieses zum Frittieren nicht gut eignet, habe ich Kokosfett und Butterschmalz gemischt.

Frittieren geht über studieren

Zur Feststellung der optimalen Temperatur habe ich statt einem Thermometer einen Holzlöffel genutzt. Dafür wird der Löffel einfach ins heiße Fett gehalten. Sobald sich kleine Blässchen am Stiel zeigen, ist das Fett heiß genug. Bei anderen Versuchen habe ich es mit Thermometer schon total vergeigt und so schwöre ich auf die Holzlöffelmethode meiner Oma. Die Teiglinge durften dann nacheinander ein Bad im heißen Fett nehmen. Ich habe jeweils 2-3 Donuts in einem Schwung frittiert.

Wichtigstes Learning: Die Teiglinge sind vor dem Frittieren sehr weich und extrem fragil. Am besten sollte man die Teiglinge nach dem Ausstechen und gehen lasse nicht mehr anfassen müssen. Die Kringel gehen sonst leider kaputt und verlieren ihre schöne Form. Beim nächsten Mal werde ich versuchen die Teiglinge auf dem Backpapier auszuschneiden. Ich würde den Donut dann ganz vorsichtig vom Backpapierzuschnitt ins Fett gleiten lassen. Meine Donuts sahen nach dem Frittieren ein bisschen wie Deadpools Haut aus. Dem Geschmack tut dies natürlich keinen Abbruch.

Aus dem Backofen

Es war eine schlechte Idee die Donuts einfach im Backofen zu backen. Das Ergebnis erinnert mich an einen ungekochter Bagel oder ein Hamburgerbrötchen. Diese Donuts waren brötchenartig und hatten mit dem normalen Donut nicht viel zu tun. Man könnte sie vielleicht als Frühstücksdonuts mit Marmelade essen. Beim nächstes Mal würde ich Cake Donuts mit Rührteig backen.

 

Glasieren

Ich mag keinen Zuckerguss und habe meine Donuts nach dem Frittieren einfach noch heiß in Zimt und Zucker gewälzt. Eine knackige Schokoladenhülle wäre ebenfalls gut als Glasur denkbar.

 

Fazit

Meiner Meinung nach lohnt es sich auf jeden Fall selbst Donuts zu backen. Frische Donuts sind in unseren Breitengraden ja leider nicht so einfach erhältlich und so plädiere ich fürs Donut-Backen.

Geschmacklich waren die Donuts mit Süßkartoffeln denen mit Mehl recht ähnlich. Da ich relativ viel Mehl und auch sonst die gleichen Zutaten verwendet habe, war das Ergebnis fast gleich nur mit oranger Teigfarbe. Mein Hefeteig durfte über Nacht ruhen und ich kann nicht sagen, dass sie dadurch besonders hefig geschmeckt hatten oder die Textur anders war. Hierfür müsste ich es noch ein paar Mal ausprobieren um wirkliche Unterschiede feststellen zu können. Außerdem habe ich gelernt, dass man die Teiglinge nur gaaaanz vorsichtig anfassen darf und sie für meinen Geschmack frittiert werden sollten.

 

Ich liebe Donuts und freue mich, dass man sie Zuhause recht gut herstellen kann. Donuts sind ja gerade auch bei Hochzeiten oder Festen total angesagt. Eine kleine Donut Wall macht total viel her.

Yummyyyyy☺️☺️☺️ #ido #donutmind #weddings #donutwall

Ein von @ amalia_52412 geteilter Beitrag am

Habt ihr schon mal Donuts selbst gebacken?

Süße Grüße

 

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By | 2018-10-05T11:06:31+00:00 1. August 2018|Foodie Ideen, Infos, Podcast, Tipps|0 Comments

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