Foodie Podcast – Folge 24 Was gibt es zum Abendessen?

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Foodie Podcast – Folge 24 Was gibt es zum Abendessen?

Shownotes Abendessen

Nach einem langen Tag will man einfach keine Entscheidungen mehr treffen. Hungrig und ungeduldig fällt mir dann nicht mehr viel zum Abendessen ein. Da erscheint der Anruf beim Pizzataxi in solchen Situation als die vermeintlich einfache Lösung. Kurzfristig gesehen ist man vielleicht erleichtert aber grundsätzlich ist das nicht ideal.

In den vergangenen zwei Monaten habe ich mir Gedanken zum Thema Meal Planning gemacht. So habe ich mit Wochenplänen für das Abendessen experimentiert und meine Erfahrungen in diese Folge gepackt. Hört in dieser Folge wie die Planung bei mir funktioniert hat und welche Strategie ich mir für einen stressfreien Einkauf überlegt habe. Ein denkbar einfaches Mini-Baukastensystem und eine Beispielwoche geben dir einen Einstieg in das Thema.

 

Über diese Folge

Episodendauer: 24 Minuten

Du kannst dir die  Abendessenfolge hier oder bei  iTunes (Apple)  oder Stitcher (Android) anhören:

 

Geliefertes Fast Food ist natürlich verführerisch. Wenn man aber mal genauer darüber nachdenkt, dann braucht es auch etwas Zeit bis es geliefert ist,  es ist ungesund, fettig und auf Dauer auch teuer. Mir ist eine gesunde Ernährung wichtig und trotzdem ist es oft nervig über das Abendessen nachzudenken.

Motivationskiller bei der Feierabendküche

  • keine Lust
  • keine Zeit
  • keine Ideen

Bei meinen Überlegungen zum Abendessen habe ich mich gefragt, was mit normalen Mitteln umsetzbar ist. Es geht nicht darum, dass die Gerichte möglichst instagramable #foodporn sind, sondern lecker und ausgewogen soll es sein.

Ziele für das Abendessen 

  • allen Familienmitgliedern soll es schmecken
  • unter der Woche stressfrei, schnell und gesund
  • am Wochenende dafür aufwändigere Gerichte

 

Planung

Die ideale Vorstellung beinhaltet ein gesundes Frühstück gefolgt vom leichten Büro-Lunch und einem Abendessen was alle am Tisch glücklich macht. Dazwischen noch Snacks und schon zerbricht man sich mehrmals am Tag den Kopf über die Mahlzeiten. Ich las mal (hier), dass Barack Obama in seiner Präsidentschaft jeden Tag Anzüge in blau oder grau trug weil er sich seine Energie für wichtige Entscheidungen aufsparte und nicht mit banalen Dingen verschwenden wollte. Diesen Gedanken finde ich sehr interessant und da im Leben auch noch andere Dinge als das Essen zu handhaben sind, suche ich nach einer pragmatischen Lösung.

Essen ist natürlich wichtig, aber für mich sollte der Aufwand im Rahmen bleiben. Natürlich kann man sich immer wieder spontan Gedanken machen und sich ständig damit auseinander setzen, vielleicht ist das einfach eine Typfrage. Für mich hat es sich nun bewährt, wenn ich mich einmal in der Woche gezielt mit der Essensplanung auseinandersetze.

Anstatt also jeden Abend genervt zu sein, dauernd einzukaufen und doch nichts im Kühlschrank zu haben, setze ich mich nun am Samstag hin und überlege, wie in der nächsten Woche alle Bäuche im Haushalt gefüllt werden. Für diese Planung kann man sich auch mit dem Partner hinsetzen oder ein Familienmeeting einberufen.

Essensplan für eine Woche

Einkaufen

Da ich mir nun die Mühe mache und die Woche kulinarisch plane, ist nun auch das Einkaufen weniger nervig. Natürlich gehe ich total gerne mit Zeit und Muße auf den Markt. Es lässt sich dort herrlich schlendern, entdecken und entspannt einkaufen. Im Alltag habe ich jedoch wenig Zeit und muss den Einkauf einfach erledigen. Mit einem Kleinkind im Einkaufswagen ist es auch eher stressig, da die Einkäufe gerne wieder aus dem Wagen sortiert werden. Daher habe ich mir auch zum Einkaufen ein System überlegt mit dem ich schneller und gezielt einkaufen kann.

Weniger Impulskäufe, weniger Kopfzerbrechen ->get the job done

Die gute alte Einkaufsliste

Eine Liste ist für mich wichtig, da ich sonst einige Lebensmittel doppelt und dreifach kaufe und die wirklich benötigten Dinge oft vergesse. Typisches Beispiel: man möchte Zitronen einkaufen und kommt ohne Zitronen wieder nach Hause. Wir haben schön öfter mit verschiedenen Apps für Einkaufslisten experimentiert. Mir ist die Papierversion weiterhin einfach lieber.

Die Liste besteht grundsätzlich aus den Zutaten für die Gerichte meiner Wochenplanung. Hier schaue ich neuerdings erstmal mein Inventar durch, bevor ich etwas auf die Einkaufsliste setze. Überraschenderweise habe ich doch immer recht viele Dinge in meinen Küchenschränken oder Tiefkühlfach. Ich ergänze die Liste um Sonderwünsche und aufgebrauchten Produkten von meiner Empty List.

Die Empty List

Meine Empty Liste führe ich seit ein paar Wochen und sie funktioniert sehr gut. Dafür pinne ich ein Blatt Papier an meinen Kühlschrank und immer wenn ein Lebensmittel aufgebraucht ist, wird es aufgeschrieben. Dieses System ist denkbar einfach und wirklich hilfreich.

Einkaufsliste=  Zutaten aus der Wochenplanung + Sonderwünsche + Dinge von der Empty-List

Pro-Tipp:

  • 🚨Nerd Alarm Die Liste nach Kategorien und Reihenfolge im Geschäft sortieren. Also beispielsweise erst das Obst und Gemüse und dann erst die Konserven. Das ist zwar etwas aufwändiger im Listenschreiben, spart aber im Geschäft Zeit und Nerven
  • natürlich sollte man niemals hungrig einkaufen. Das endet bei mir immer mit vielen ungesunden Lebensmitteln im Einkaufswagen

Empty List

Wo einkaufen?

Ein derart organisierter Einkauf macht es mir einfacher und ich so gehe ich auch gerne in meinem lokalen Supermarkt einkaufen. Es gibt ja einige Leute die sich ihre Lebensmittel online bestellen und sich dadurch den Einkauf sparen.

Bei uns kann man ja mittlerweile alles im Internet bestellen. Bisher habe ich einmal eine Box mit haltbaren Lebensmitteln  bei einem großen Versandhändler bestellt. Aus Interesse habe ich den Versandweg verfolgt und dachte mir, dass meine Küchenrolle nicht aus dem Ausland geliefert werden muss. Es gibt sicher auch regionale Anbieter aber irgendwie ist mir das ganze Thema zu kompliziert. Mir ist es außerdem wichtig, das ich meine Lebensmittel selbst auswähle. Vielleicht werde ich es zu einem späteren Zeitpunkt mal ausführlich testen aber zur Zeit brauche ich es nicht.

 

How to

In Vorbereitung für diese Folge habe ich acht Wochen lang Essenspläne geschrieben und getestet wie gut wir uns daran halten. Es lief besser als vorher gedacht. Vom Zeitrahmen her ist für meinen Haushalt die Planung für  eine Woche ideal. Ich habe auch schon mal von Monatsessensplänen gehört, das aber wäre zu lang für uns.

 Wie plane ich also mein Essen?

Ich nehme einen kleinen DIN A5 Block und schreibe alle Wochentage untereinander. Zunächst trage ich besondere Termine ein, da ich an manchen Tagen, wenn wir beispielsweise unterwegs sind, gar nicht kochen muss. Neben die einzelnen Wochentage notiere ich das Gericht, welches gekocht werden soll. Ich koche einmal täglich, da es zum Mittagessen Reste oder ungekochtes, wie belegte Brote gibt. Die fertige Essensplanung hänge ich an den Kühlschrank.

Bei der ersten Planung saß ich vor einem leeren Blatt und es fiel mir erstmal nichts ein. Irgendwie fiel es mir anfangs recht schwer mich festzulegen. Dabei geht es nur ums Essen und man kann ja auch die Gerichte innerhalb der Woche tauschen.

Planungstipps:

  • mit der Zeit wird es einfacher. Die alten Pläne hebe ich mir zur Inspiration immer auf und nehme sie dazu wenn ich einen neuen Plan schreibe
  • stelle dir deine Lieblingsrezepte in einem Ordner oder digital zusammen. Ich unterscheide bei den Rezepten unter den Nummer-Sicher Rezepten die einfach immer gehen und einer Bucket-List mit besonderen Rezepten, die ich mal am Wochenende ausprobieren möchte. Diese Sammlungen dienen als Grundlage, wenn mir beim Planen mal nichts einfällt

 

Meal Planning Baukastensystem

Ich habe für uns eine Art Baukastensystem entwickelt. Es gibt einmal in der Woche jeweils Pasta, Curry, Ofengemüse  und Sonntags gibt es ein Leibgericht. Zur Zeit essen wir möglichst wenig Weizen und daher entfällt der Pasta-Tag.

  1. Zunächst trage ich etwas leckeres für den Sonntag ein
  2. Dann ergänze ich was mir grundsätzlich noch eingefallen ist (beispielsweise aus den Rezeptsammlungen)
  3. Für die restlichen Tage verteile ich einfach die Grundzutaten Kartoffeln, Reis und Getreide (beispielsweise Dinkelkörner, Quinoa) und ich schreibe Gemüse und Saucen dazu. Soßen wären zum Beispiel Tomatensauce, Pilzsauce. Spinatsauce. Gemüse-Chilli. Das klingt recht einfallslos und unspektakulär klappt aber sehr gut. Man kann noch Fleisch und Salate oder Suppen und Eintöpfe hinzufügen.

Hier ein kleines Beispiel, man kann die einzelnen Elemente beliebig erweitern und kombinieren:

Baukasten

Beispielwoche

Montag: Kartoffeln mit Spinat

Dienstag: Pasta mit Pilzsoße, Linsensalat

Mittwoch: Kichererbsen in Tomatensoße mit Pilav (türkischer Reis)

Donnerstag: Gemüsecurry mit Reis

Freitag: Ofengemüse mit Dipp, Gurkensalat

Samstag: Bucket List-Rezept Ramen mit selbstgekochten Brühen, Kuchen für Sonntag und Cookies für die nächste Woche

Sonntag: Leibgericht- Burritos mit Guacamole

 

Essen fürs Büro

Wir nehmen gerne die Reste des Abendessens mit ins Büro. Eine weitere Variante für das Mittagessen ist es eine Portion Reis zu kochen und im Kühlschrank einzulagern. Für das Mittagessen kann man dann einfach und schnell eine Bowl mit Reis und Gemüse zusammenstellen. Ob asiatisch oder mexikanisch, es sind viele Varianten möglich.

Snacks

Ich lege mir gerne einen Vorrat von gesunden Snacks an. Lecker ist zum Beispiel Hummus mit Gemüsesticks. Dafür lagere ich einfach geschnittenes Gemüse in einem Glasbehälter mit etwas Wasser. Im Kühlschrank hält sich das Gemüse für einige Tage frisch und knackig.  Zusammen mit dem Hummus ergibt das einen tollen Snack wenn man hungrig nach Hause kommt und noch etwas Zeit bis zum Abendessen überbrücken möchte. Obst, zuckerarme Kekse oder Reiswaffeln habe ich auch immer vorrätig. Super lecker und ideal als Zwischenmahlzeit ist auch Apfel- oder Bananebrot.

 

Ich versuche den Alltag nicht zu meistern, sondern einfach zu überleben 🙂 und Meal Planning hilft mir sehr gut dabei. Es macht zwas ein wenbedarf zwar etwas Planung und Mühe aber es lohnt sich.

Planst du dein Essen oder gehst du eher spontan vor?

Süße Grüße

Neu: Der Foodie Podcast Alexa Skill

In der Sommerpause habe ich mithilfe von dem Anbieter Pod2Bot einen Podcast Alexa Skill für den Foodie Podcast erstellt. Mit eurer Alexa könnt ihr also nun ganz unkompliziert den Podcast hören. Hier könnt ihr euch kostenlos den Skill beschaffen und sofort loslegen.

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By | 2018-10-28T09:29:00+00:00 27. Oktober 2018|Foodie Ideen, Infos, Podcast, Tipps|0 Comments

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